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Newsletterarchiv

Newsletter November 2007

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir heißen Sie herzlich bei NEUE IMPULSE (www.neueimpulse.org) willkommen!

NEUE IMPULSE ist eine Plattform für alle tatkräftigen Menschen, die etwas dazu beitragen möchten, diese Welt wieder zu dem paradiesischen Platz zu machen, der sie sein könnte und sollte. Viele Einzelkämpfer/innen, viele kleine Gruppen und Grüppchen unternehmen bereits Anstrengungen, um die zahlreichen Gefahren abzuwenden, die das Leben ernsthaft bedrohen. Dennoch ist ihr Bekanntheitsgrad, ihre Effektivität häufig nur gering.

NEUE IMPULSE bietet sich an, gute Ideen und Taten zu unterstützen, zu verbreiten und publik zu machen. Die Kraft vieler Einzelner ist wirksamer, wenn sie gebündelt wird. Diesem Ziel dient auch unser monatlich erscheinender öffentlicher Newsletter, den Sie soeben zum ersten Mal vor sich sehen. Wir möchten informieren, anregen, verbinden und die Zustände, in denen wir leben, verbessern.

NEUE IMPULSE lädt Sie ein, zusammen mit Gleichgesinnten zu arbeiten, neue Freunde zu finden, Erfolg und Unterstützung zu erleben und das Beste im Menschen hervorzubringen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß und viel Nutzen mit unserem Newsletter!

Mit freundlichen Grüßen,
Tomas Eckardt

Frisch aus dem Presswerk: Die Fabian DVD

ACHTUNG: Die neueste "Neue Impulse" Filmproduktion ist da: "Warum überall Geld fehlt" - 50 aufschlussreiche Minuten über die grundlegenden Fehler in unserem Geldsystem - mit umfangreichem PC-Datenteil, wie immer erhältlich gegen eine Spende in freiwilliger Höhe an Neue Impulse e.V. Einfach Bestellformular herunterladen (siehe unten), absenden/faxen - DVD erhalten.

www.neueimpulse.org/fileadmin/downloads/bestellung_dvd.pdf

Auswirkungen der Gentechnik

Eines der wichtigsten Themen, die mit einer großen gemeinsamen Anstrengung bearbeitet werden müssen, ist die Gentechnik. Obwohl die erdrückende Mehrheit der Menschen instinktiv die Gentechnik ablehnt, werden in der öffentlichen Diskussion durch die Mainstream-Medien in aller Regel die Argumente der Genlobby mindestens ebenso ausführlich dargestellt wie die der Gegner. Dabei sind die ersteren oft sehr deutlich besser präsentiert und platziert als die Bedenken gegenüber der Gentechnik (siehe z. B. "Focus" Nr. 43/2007). Man findet mittlerweile sogar in traditionell ausgerichteten Öko-Magazinen diskrete Aufweichung der bisher eindeutigen Ablehnung (etwa in der September-Ausgabe von "schrot & korn"). Wir werden mit einer solchen Fülle von Meinungen, Darstellungen, Argumenten und "Expertenäußerungen" überschwemmt, dass es vielen Menschen sehr schwer fällt, sich zu entscheiden, was sie nun glauben sollen.

Auf diese Weise geraten viele Menschen, die der Gentechnik instinktiv ablehnend gegenüberstehen, ins Grübeln. Sollte man vielleicht doch die grüne Gentechnik nicht ganz verbieten? Wenn ich krank wäre, und die Genpflanze könnte mir helfen, was wäre dann?

Tatsache ist, dass jede gentechnisch veränderte und freigesetzte Pflanze eine Gefahr für das gesamte natürliche Leben darstellt. Es gibt keine Grenze für die Ausbreitung des Pollens, dessen Eigenschaften in die Natur auskreuzen und völlig unvorhersehbare Folgen nach sich ziehen. Besonders katastrophal kann sich hier die sogenannte "Terminator-Technologie" auswirken: die betreffende Pflanze kann sich nicht mehr selbst fortpflanzen; sie tötet sozusagen ihre eigene Nachfolgegeneration ab. Welche Folgen hätte das z. B. für Obst und Gemüse im Freilandanbau, wenn dieser Pollen sich in gesunde Pflanzen einkreuzt?

Die Folgen von Gen-Aussaat sind katastrophal und mittlerweile weltweit beobachtbar. Ein einmal freigesetzter Genpollen kann nie mehr zurückgeholt werden. Dennoch reden die Mainstream-Medien nicht gerne darüber; die Industrie verleugnet die Tatsachen vehement. Unter anderem geschieht folgendes:

  • Die veränderte DNS von Futterpflanzen gliedert sich in Organe und ins Erbgut der gefütterten Tiere ein (bewiesen durch die Universität Piacenza, Italien: Bruchstücke der Genmaissorte MON810 fand sich in Schweinen). Eine weiterführende Frage ist: was geschieht dann wohl beim Menschen, wenn er Gensoja in seinem Brotaufstrich schluckt?
  • Es entstehen neue Toxine und Allergene in der Nahrung
  • Unkraut und Schädlinge werden resistent gegen Gifte, die eine Pflanze zu deren Abwehr erzeugt: in der Folge werden noch viel mehr Herbizide und Pestizide benötigt als vorher
  • Tiere, die mit Genpflanzen gefüttert werden, siechen und sterben (Beispiele: das Kuhsterben in Wölfersheim/Hessen nach der Fütterung mit Bt-176-Mais von Syngenta; das inzwischen dramatische Bienensterben usw.)
  • Die Patentierung der manipulierten Pflanzen und aller weiterer Pflanzen, die sich mit diesem Pollen gekreuzt haben, spielt das gesamte irdische Leben Stück für Stück als Eigentum in die Hände der Genkonzerne! (Beispiel: Percy Schmeiser, kanadischer Rapsbauer, der per Gerichtsbeschluss seine gesamte Ernte an Monsanto abtreten musste, weil er "unerlaubt Monsanto-Pflanzen anbaute". Der Monsanto-Pollen war auf natürlichem Weg eingekreuzt worden.)
  • Der Hunger steigt, im Gegensatz zu den offiziellen Versprechungen. (In Argentinien lebt fast die Hälfte der Bevölkerung an der Armutsgrenze, nachdem Monsanto vor wenigen Jahren enorme Landflächen gekauft und mit Gensoja bebaut hat).

Nichts liegt NEUE IMPULSE ferner als Katastrophenszenarien aufzubauen. Wir müssen aber der Realität ins Auge sehen, um die Dringlichkeit dieser Thematik einschätzen zu können. Es gibt im Ausland regelrechte Flächenverwüstungen durch Gentechnik, die bei uns unter den Teppich gekehrt werden. Auf Druck der WTO (World Trade Organisation) soll Europa seinen Markt baldmöglichst für Genprodukte aus den USA öffnen; zunächst angeblich nur für die Einfuhr fertiger Produkte – aber was kommt danach?

Übrigens wurden in den letzten acht Jahren vom Europäischen Patentamt nach der Biopatent-Richtlinie 98/44/EG bereits 550 Patente auf genmanipulierte Pflanzen und 240 auf Tiere erteilt. Vieles geschieht hinter den Kulissen und soll unbemerkt von der Öffentlichkeit abgesegnet und eingeführt werden.

Daher stellt sich nun die Frage:

Was können wir tun?

Sogar offizielle Stellen geben die Stimmung in der Bevölkerung so wieder, dass über 80% der Menschen in Deutschland und Europa Gentechnik ablehnend gegenüberstehen. Angesichts dieser Tatsache ist es offensichtlich, dass die Demokratie zumindest (!) in diesem Bereich abgeschafft werden soll – denn die Politik tut eine ganze Menge, um der Gentechnik nicht nur Türchen, sondern ganze Tore offenzuhalten. Es geschah erst vor kurzem, dass eine vom Europäischen Petitionsausschuss als zulässig erklärte, begründete Petition zur Ächtung der Gentechnik (Aktenzeichen EP-PE_LTA(2006)011039) mit einer geradezu sensationellen Begründung vom gleichen Gremium nicht behandelt wurde: „Der Petitionsausschuss kann sich mit Ihrer Petition nicht beschäftigen“. (Äähhh??!) Diesbezügliche Anfragen bei Kontrollgremien bis hin zu Prof. Pöttering, dem deutschen EU-Präsidenten (Aktenzeichen A(2007)7538 JS/DN/cns), blieben entweder unbeantwortet oder zogen die Versicherung nach sich, dass man hier keinen Fehler des Petitionsausschusses erkennen könne. (Ääääähh???!!!)

Dennoch bleiben sämtliche demokratischen Instrumente zur Verfügung, die wir nutzen können! Es waren vermutlich bisher einfach zu wenige aktive Menschen, die sich die Mühe machen, sich ein wenig Arbeit aufzubürden. Nur die Lethargie der Bevölkerung macht es den Entscheidungsgremien möglich, ihr Spiel scheinbar losgelöst von allem anderen zu spielen. Daher können Sie Ihre Informationen, Ihr Herz und Ihre Liebe zum Leben und zur Natur in die Waagschale werfen.

Die Adresse des Europäischen Petitionsausschusses lautet:

European Parliament
Petitionsausschuss
Sekretariat
Rue Wiertz
B-1047 BRÜSSEL

Hier können Sie damit beginnen, eine Online-Petition auf europäischer Ebene einzureichen:

www.europarl.europa.eu/parliament/public/staticDisplay.do;jsessionid=856D70E7E4AA0C67B3598E1561517241.node2

Dies ist die Online-Petitionsseite des Deutschen Bundestages:

www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/index.html

Die Bundeskanzlerin erreichen Sie schriftlich unter folgender Adresse:

Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Stellen wir uns vor, wie Tausende von Menschen jetzt, weil die Zeit drängt wie nie, unsere demokratischen Gremien mit eindeutigen Willensäußerungen überschwemmen! Es wird nicht mehr so leicht möglich sein, diese Mengen an Einsprüchen und Petitionen zu übersehen und unter den Tisch zu kehren wie bisher! Zumal jeder Politiker niemals nur die einzelne Zuschrift als solche sieht; auf dieser Ebene wird angenommen, dass auf eine/n einzelne/n Briefeschreiber/in viele, viele Menschen kommen, die genauso denken, sich aber nicht artikulieren.

Bedenken Sie also das Gewicht, das Sie mit ein wenig zusätzlicher Arbeit in die Waagschale des Weltgeschehens werfen können – oder das nicht in die Waagschale geworfen wird, wenn Sie diese Chance nicht ergreifen.

Dass es zur Gentechnik wirklich praktische, gesunde und praktikable Alternativen gibt, die tatsächlich dazu geeignet sind, resistentere Pflanzen und Tiere hervorzubringen, den Hunger weltweit zu stillen und die Natur auf eine ganzheitliche Weise gesunden zu lassen, werden wir in unserem nächsten internen Rundbrief für NEUE IMPULSE-Mitglieder erörtern.

Tomas Eckardt

Weitere Informationen zu den angegebenen Themen finden Sie unter:

www.initiative.cc/rubriken/bauern_landwirtschaft.htm
www.initiative.cc/Artikel/2007_09_11_Genmanipulierte%20Futtermittel.htm
www.daslebenbefreien.de/startseite/themen/themenblatt11/themenblatt11.html
www.daslebenbefreien.de/startseite/themen/themenblatt%2010/themenblatt10.html
www.schrotundkorn.de/2006/200607b01.html
www.secret.tv/artikel4517604/secretNEWS_45

Impressum

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