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Dieses inspirierende Modell stellte Kary Nowak beim letzten Wiener Stammtisch am 14. Mai auf humorvolle Weise vor. Die Ideen des Konzepts waren konkret und leicht nachvollziehbar.
Der wichtigste Punkt, in dem auch das größte, zustandsverbessernde Potential verborgen steckt, ist weiter unten näher ausgeführt. (Wieso lassen wir uns das gefallen?)
Vorweg möge sich der Leser einmal schon die Frage stellen, wie es möglich sein kann, dass laufend auf politischer Ebene Entscheidungen getroffen werden, die gegen die Mehrheit des Volkswillens gerichtet sind. Die Erkenntnis, auf die Kary Nowak kam, nachdem er sich diese Frage jahrelang immer wieder gestellt hatte, wird den einen oder anderen möglicherweise verblüffen. Doch lassen wir Kary Nowak mit dieser kurzen Darstellung seines POP Modells, die aus seiner Feder stammt, selbst zu Wort kommen:
70 Prozent der Österreicher wollen mehr Geld für Bildung, Gesundheit und Pflege einsetzen, doch die Politiker schaffen stattdessen sündteure Eurofighter an. 80 Prozent der Österreicher wollen die Neutralität voll und ganz beibehalten, doch die Politiker schaffen sie per Salamitaktik ab. 90 % der Österreicher wollen keine Gentechnik im Essen haben, doch die Politiker führen sie Schritt für Schritt ein. Solche Beispiele finden wir auch in jedem anderen Land Europas – mit Ausnahme der Schweiz.
Ganz offensichtlich tun die Politiker immer mehr nur das, was den Reichen und Superreichen und ihnen selber nützt. Doch wie funktioniert das? Wieso lassen wir uns das gefallen? Steht in unserer Verfassung nicht „Das Recht geht vom Volk aus?“
Das steht dort tatsächlich so! Doch die internationalen Konzerne und ihre Handlanger machen den Politikern derzeit bei weitem mehr Druck als wir, das Volk. Nur eine bestens organisierte, überparteiliche Elite aus dem Volk könnte den notwendigen Gegendruck erzeugen. Das wird nicht von heute auf morgen gehen, doch auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Schon immer hat es unter den Politikern auch schwarze Schafe gegeben, die sich den Reichen mehr verpflichtet fühlten, als dem eigenen Volk. Doch nun haben wir eindeutig wieder einmal mehr schwarze als weiße Schafe! Denn die Reichen und Superreichen – das sind nur ein paar Tausend – bestimmen jetzt immer mehr das tägliche Leben der restlichen 500 Millionen Menschen in Europa!
Wieso lassen wir uns das gefallen?
Die beste Antwort auf diese wichtige Frage gibt eine Studie der Harvard Universität: „Spaß und Erfolg im Beruf und Privatleben werden zu 85 % vom Niveau der Kommunikation eines Menschen bestimmt.“ Und zwar zu 35 % von der externen Kommunikation und zu 50 % vom inneren Dialog. Schon in der Kinderstube erwerben die Reichen durch geduldiges Beantworten ihrer Fragen, ständige Ermutigung bei ihren Vorhaben und reichliche Anerkennung ein astronomisch höheres Kommunikationsniveau und damit auch ein astronomisch höheres Selbstwertgefühl als wir. Wir Normalsterblichen hingegen lassen uns (von den Reichen und ihren Handlangern mehr oder weniger fremdgesteuert) schon in der Volksschule mit nutzlosen Daten voll stopfen, unsere Träume ausreden, unsere freie Kommunikation abgewöhnen und unseren Selbstwert demolieren. Dass wir danach ein Leben lang primär das tun oder lassen, was uns von anderen angeschafft oder über die Massenmedien suggeriert wird, ist eine logische Folge daraus. Denn was die Reichen und Superreichen seit eh und je vor allem brauchen, sind möglichst viele brave Arbeiter, Konsumenten und Soldaten. Dass die Reichen dadurch immer reicher und die Armen immer ärmer werden, ergibt sich ganz von alleine. Es liegt an uns, das JETZT zu ändern! Und zwar so sanft und liebevoll, dass die Reichen und ihre Handlanger keine Angst vor uns bekommen. Denn sie sind nur Wenige, und wir sind Viele, sehr Viele ... Mit den folgenden „Spielregeln“ ist das möglich: - Wir bestimmen selbst
- Nur mit der Natur geht es
- Einigkeit ist Trumpf
- Macht braucht Gleichgewicht
- Der Bürger ist König - Adel verpflichtet
1. Wir bestimmen selbst Darüber steht nur die gemeinsam zu erarbeite grundlegende Richtung, die in etwa so aussehen könnte: Mehr direkte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz, Meinungsfreiheit als Seele der Demokratie, Ablehnung jeglicher Form von Extremismus, Fanatismus und Rassismus; keine wie immer geartete Beteiligung an militärischen Einsätzen außerhalb Österreichs; Toleranz auf Grundlage der Menschenrechte, absolute Gewaltfreiheit durch bessere Kommunikation, Gerechtigkeit und Chancengleichheit.2. Nur mit der Natur geht es Ablehnung lebensfeindlicher Technologien wie Atomkraft und Gentechnik 3. Einigkeit ist Trumpf Sicht teilen lassen ist schlecht – Einigkeit ist Trumpf! Netzwerken ist Pflicht!4. Macht braucht Gleichgewicht „Macht korrumpiert. Und niemand ist immun!“ Deshalb beteiligt sich die WBÖ nur auf ausdrücklichen Wunsch von mehr als 5 % der jeweils Stimmberechtigten (e-voting) an Wahlen. Und nur deshalb, um immer wieder medial präsent zu sein und regelmäßige Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksabstimmungen über wichtigen Fragen zu erzwingen. Um so unabhängig wie möglich zu bleiben, konzentriert sich die WBÖ nur auf das Wichtigste* und verzichtet gleich von Anfang an für alle Zeit auf Regierungsposten und Koalitionen mit Regierungsparteien in allen Landes- und Bundsregierungen. Mitglieder, die diesen obersten Grundsatz missachten, schließen sich selbst automatisch aus. So wird das in der Bundesverfassung Österreichs vorgesehene Gleichgewicht zwischen Volk und Regierung (Gewaltenteilung) wiederhergestellt. *) wie Sicherung der Lebensgrundlagen und Lebensqualität, sinnvolle und gerecht entlohnte Arbeit, Wahrung der Menschenrechte, ganzheitliche und nachhaltige Friedenssicherung 5. Der Bürger ist König - Adel verpflichtet „Lieber mit dem Volk irren, als gegen das Volk recht behalten!“ Deshalb werden alle wesentlichen Entscheidungen innerhalb und außerhalb der WBÖ aufgrund von Umfragen (e-voting) und Abstimmungen getroffen. Die Ziele, Wege und Strukturen der an der WBÖ teilnehmenden Bürger- Friedens-, Umwelt- u. a. Initiativen bleiben völlig unberührt. Das wichtigste mittelfristige Ziel ist es, die dreistufige Volksgesetzgebung gesetzlich zu etablieren. Sie besteht aus „Volksinitiative“ (Unterschriften zur Einleitung eines Volksbegehrens), Volksbegehren (mit der Möglichkeit, eine Volksabstimmung zu erzwingen) und „Volksabstimmung“. „Der erfolgreichste Weg, die Welt zu ändern, ist, sich selber zu ändern!“ Alle, die es auf andere Weise versuchen, sind nur zu schwach und zu bequem und deshalb auch bei weitem weniger erfolgreich. Wahre Volksvertreter sind (ähnlich wie die Ritter im Mittelalter) eine ein Art Bürgeradel. Und Adel verpflichtet eben! Überdurchschnittliches Selbstvertrauen, hohes Kommunikationsniveau, Vertrauen in das Gute, Spaß bei der Arbeit, Pflichtbewusstsein und permanente Lernbereitschaft sind unumgänglich. Wer diese Voraussetzungen noch nicht hat, kann sie nur durch tägliches Kommunikations-, Lern- und Selbstwerttraining erwerben. Da diese Eigenschaften auch außerhalb der WBÖ privat und beruflich von großem Nutzen sind, wird dafür eine eigene Akademie mit speziellen Trainingsprogrammen aufgebaut, die allen Mitgliedern und Fans gegen angemessenen Austausch zur Verfügung steht. © Kary Nowak Juni 2008
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